Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Dienstag, 12. Januar 2027 um 13:30 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Bernburg, Saal/Raum 119, Liebknechtstr. 2, 06406 Bernburg öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 1,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
1,00 €
Versteigerungstermin
12.01.2027, 13:30 Uhr
Aktenzeichen
2 K 9/25
Versteigerungsart
Teilungsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
24.10.25
Besichtigungsart
Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten 76 Seiten 3 MB

Objektdaten

Garage
Objekttyp
Wohn- und Geschäftshaus
Wohnfläche
270 m²
Nutzfläche
580 m²
Grundstücksfläche
1262 m²
Objektzustand
abbruchreif
Baujahr
vor 1900
Verfügbarkeit
ungenutzt, leerstehend

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Grundstück mit zweigeschossigem, nicht unterkellertem Wohnhaus mit Anbau sowie ehemaligem Gasthof mit Saal und Seitenflügel in stark vernachlässigtem Zustand.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 24.10.2025 ausschließlich von den angrenzenden Straßen aus besichtigt; ein Zutritt zu Grundstück und Gebäuden war nicht möglich. Das Objekt wurde daher im Wesentlichen nach äußerem Eindruck und anhand vorliegender Unterlagen bewertet.

Gebäude

Das wertprägende Hauptobjekt ist der ehemalige Gasthof mit Saal und Seitenflügel an der nördlichen und westlichen Grundstücksgrenze. Das Gebäude stammt vermutlich aus der Zeit vor 1900, ist teils ein-, teils zweigeschossig und steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. Der Saaltrakt ist eingeschossig mit Satteldach ausgeführt; beim übrigen Gebäudeteil ist das Dach weitgehend nicht mehr vorhanden oder teilweise eingebrochen. Das Gebäude ist augenscheinlich nicht unterkellert, in Massivbauweise mit Ziegel- und Bruchsteinmauerwerk errichtet und verfügt im Seitenflügel im Erdgeschoss über eine Garage. Die nördliche und östliche Fassade sind verputzt, der westliche Bereich ist unverputzt.

Zur inneren Aufteilung liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor, da keine Innenbesichtigung möglich war. Überschlägig wurde für den ehemaligen Gasthof mit Saal und Seitenflügel eine Nutzfläche von rund 580 m² angesetzt. Belichtung und Besonnung sind nach der Fensteranordnung vermutlich gut bis ausreichend; die straßenseitigen Fenster sind nach Norden und Westen ausgerichtet.

Der bauliche Zustand ist sehr schlecht. Es bestehen erhebliche Schäden an der Gebäudehülle, insbesondere durch das teilweise fehlende bzw. stark beschädigte Dach. Sichtbar sind Feuchtigkeitsschäden an den Fassaden; zudem ist von umfassendem Verschleiß des gesamten Innenausbaus auszugehen. Das Gebäude ist seit etwa 30 Jahren ungenutzt und im vorgefundenen Zustand weder nutzbar noch vermietbar. Für eine künftige Nutzung wäre eine umfassende Sanierung mit erheblichem Kostenaufwand erforderlich.

Das ehemalige Wohnhaus an der südlichen Grundstücksgrenze ist freistehend, zweigeschossig und besitzt einen eingeschossigen östlichen Anbau. Es wurde ebenfalls vermutlich vor 1900 errichtet, steht im Zusammenhang mit dem denkmalgeschützten Gesamtobjekt und ist augenscheinlich nicht unterkellert; das Dachgeschoss ist vermutlich nicht zu Wohnzwecken ausgebaut. Die Konstruktion besteht aus massivem Bruchsteinmauerwerk mit vermutlich Holzbalkendecken. Die Fassade ist verputzt. Das Satteldach ist mit Welleternitplatten gedeckt.

Die innere Raumaufteilung ist nicht bekannt. Überschlägig wurde für das Wohnhaus eine Wohnfläche von rund 270 m² ermittelt. Die Belichtung und Besonnung sind vermutlich gut bis ausreichend; die straßenseitigen Fenster sind nach Südwesten orientiert. Zur Grundrissgestaltung konnten keine gesicherten Feststellungen getroffen werden.

Auch dieses Gebäude befindet sich in einem stark vernachlässigten und schlechten baulichen Zustand. Teilweise sind Fensteröffnungen zugemauert oder verschlossen, im Obergeschoss sind überwiegend nur alte Holzrahmen vorhanden; die Haustür ist zugemauert. Im Bereich der Außenwände sind mehrere Risse sichtbar, zudem fehlt im Bereich des Anbaus möglicherweise das Dach. Das Gebäude ist seit langem unbewohnt und im derzeitigen Zustand nicht bewohnbar oder vermietbar. Eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung setzt auch hier tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen voraus.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Gesamtobjekt augenscheinlich seit langer Zeit ungenutzt; die Gebäude waren nicht bewohnbar und nicht vermietbar.

Lage

Das Objekt liegt in Plötzkau, Ortsteil Großwirschleben, mit rund 1.180 Einwohnern in der Gemeinde Plötzkau, davon etwa 200 im Ortsteil Großwirschleben, im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Das Objekt befindet sich in dörflicher Lage im Süden des Ortsteils, etwa 40 m von der Saale entfernt. Die Umgebungsbebauung besteht überwiegend aus ein- bis zweigeschossigen Wohnhäusern in offener Bauweise. Das Grundstück grenzt allseitig an öffentliche Straßen oder Grünflächen; Verkehrsimmissionen wurden nicht festgestellt. Die Wohnlage ist einfach, das Wohnumfeld durchschnittlich.

Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs bestehen im Ortsteil selbst nicht; der nächste Supermarkt befindet sich in Alsleben. Eine Grundschule und Kindertagesstätte sind im benachbarten Plötzkau vorhanden, weiterführende Schulen in Alsleben, Könnern und Bernburg. Eine Bushaltestelle liegt wenige Gehminuten entfernt; Bahnanschlüsse bestehen in Güsten und Bernburg.

Das 1.262 m² große Grundstück hat einen unregelmäßigen Zuschnitt und ist als Inselgrundstück allseitig von öffentlichen Flächen eingefasst. Die angrenzenden Straßen fallen zur Saale leicht ab; das Grundstück selbst ist vermutlich weitgehend eben. Es ist stark überwuchert und nicht zugänglich. Der südöstliche Grundstücksteil liegt im Bereich eines festgelegten Überschwemmungsgebietes.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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