Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Donnerstag, 20. August 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Stendal, Scharnhorststraße 40, Haus E, Raum 112, 39576 Stendal öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 14.300,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
14.300,00 €
Versteigerungstermin
20.08.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
7 K 17/22
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
11.03.25
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung Gutachten

Objektdaten

Objekttyp
Gewerbegrundstück
Grundstücksfläche
477 m²

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine Industrie- und Gewerbefläche mit Überbau in Insellage. Es handelt sich um eine Arrondierungsfläche.

Besichtigung

Das Objekt wurde am 11.03.2025 im Rahmen einer Ortsbesichtigung von außen und durch Begehen vollständig besichtigt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage der vor Ort gewonnenen Eindrücke sowie ausgewerteter Unterlagen zu Altlasten, Eigentumsverhältnissen und Planungsrecht.

Grundstück

Das Grundstück umfasst laut Grundbuchauszug eine Fläche von 477 m², ist unregelmäßig zugeschnitten (ca. 35 m Länge, bis zu 33 m Breite) und insgesamt eben gelegen. Es befindet sich in einer Insellage am südöstlichen Stadtrand, ohne direkte eigene Anbindung an eine öffentliche Straße. Die Straßenführung mit Gehweg und Baumbestand ist gut ausgebaut, jedoch sind zum Zeitpunkt der Besichtigung Baumaßnahmen im Straßenumfeld im Gange. Das Grundstück ist teilumfriedet. Ein Teil des westlichen Grundstücks ist durch das benachbarte Heizwerk überbaut. Die Flächen sind frei von Bauten. Laut Gutachten ist das Grundstück nach Rückbau aller ehemaligen betrieblichen Anlagen und Oberflächenversiegelungen vollständig frei.

Das Grundstück liegt gemäß Flächennutzungsplan innerhalb eines gemischten Baugebiets (MI). Die planungsrechtliche Beurteilung erfolgt daher gemäß § 34 BauGB (planungsrechtlicher Innenbereich). Beiträge für Erschließungseinrichtungen wurden als nicht mehr offen bewertet, künftig sind jedoch Baukostenzuschüsse für einen erst noch zu errichtenden Anschluss an die öffentliche Trinkwasser- und Abwasserversorgung zu erwarten (Abwasseranschluss voraussichtlich erst ab 2026 möglich, dann Hausanschlusskosten zu tragen).

Die Altlastensituation ist besonders zu erwähnen: Das Grundstück ist sowohl als Verdachtsfläche für schädliche Bodenveränderungen unter der Bezeichnung eines ehemaligen Dienstleistungskombinats (Nutzung u. a. als chemische Reinigung und Werkstatt) als auch als ehemaliges Gaswerk im Altlastenkataster eingetragen. Für beide Altlastenlagen liegen historische Boden- und Grundwasserbelastungen vor, wobei nach einer Sanierung im Jahr 2008 von behördlicher Seite das Erreichen der Sanierungsziele bestätigt wurde. Das Wiederauffinden bislang unerkannter Altlasten kann dennoch nicht völlig ausgeschlossen werden. Schutzmaßnahmen bei künftigen Erdarbeiten sind vorgeschrieben.

Das Grundstück ist nicht im Baulastenverzeichnis eingetragen und unterliegt nicht dem Denkmalschutz, befindet sich aber im Bereich eines bekannten archäologischen Bodendenkmals.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Grundstück unbebaut, ungenutzt und nicht vermietet. Es besteht keine laufende wirtschaftliche Nutzung. Die Stadtwerke planen eine Revitalisierung des benachbarten Heizwerks, worin das Grundstück als Arrondierungsfläche einbezogen werden könnte.

Lage

Osterburg (Altmark), Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt, ca. 9.421 Einwohner.

Das Grundstück liegt am südöstlichen Stadtrand von Osterburg in einem überwiegend wohnbaulich genutzten Bereich mit offener, ein- bis zweigeschossiger Bebauung und aufgelockerter Bauweise. Die Mikrolage ist als mittlere Wohnlage einzuschätzen, für Geschäftszwecke kaum geeignet. Direktbeeinträchtigungen bestehen durch eine nahe gelegene Bahntrasse. Die Nachbarschaft besteht überwiegend aus Wohnbebauung, das Grundstück ist durch einen Teil des benachbarten Heizwerks überbaut. Der Zugang erfolgt über eine ausgebaute Anliegerstraße mit einseitigem Gehweg, Straßenraumbeleuchtung und Baumbestand.

Im näheren Umfeld sind Geschäfte des täglichen Bedarfs, Schulen und Ärzte im Stadtgebiet von Osterburg vorhanden. Eine Bushaltestelle ist fußläufig erreichbar, der Bahnhof Osterburg liegt ca. 1 km entfernt. Die Anbindung an Bundesstraßen (B189 ca. 2 km) und die nächste Autobahn (A14 bei Lüderitz, ca. 36 km entfernt) ist gegeben.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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